Lehrstuhl für Keramik und feuerfeste Werkstoffe

RWTH-Aachen


Arbeitsgruppe Additive Fertigungsverfahren

Alexander Kremer, M. Sc.

Tel.: +49-241-80-94901

Fax: +49-241-80-92226

E-mail: a.kremer@ghi.rwth-aachen.de

Raum 112
Sven Kriegseis M. Sc.

Tel.: +49-241-80-94981

Fax: +49-241-80-92226

E-mail: kriegseis@ghi.rwth-aachen.de

Raum 112


Die meisten Verfahren zur Herstellung keramischer Bauteile benötigen Werkzeuge wie Press- oder Gießformen, um die Geometrie des Werkstückes zu realisieren. Dies bedeutet einen kosten- und zeitintensiven Herstellungsschritt bei der Entwicklung neuer Produkte.
Neue wirtschaftliche und umweltfreundliche Herstellungsmethoden sind durch einen direkten Aufbau komplexer Formen aus geometrisch kleinen Einheiten gekennzeichnet. Hierbei wird die kontrollierte Materialablagerung direkt von einem dreidimensionalen Computermodell vorgegeben.
Der wesentliche Vorteil gegenüber anderen Formgebungsverfahren liegt in der freien Formgebung, gegebenenfalls unter Verwendung einer zusätzlichen Stützkonstruktion. Dabei zeichnen sich diese additiven Verfahren durch einen schichtweisen Aufbau aus und grenzen sich dadurch von subtraktiven Verfahren (z. B. Fräsen) ab.
Verbunden mit der Verwendung von Material mit optimal auf die Anwendung zugeschnittenem Anforderungsprofil entstehen Endprodukte mit hoher Konturtreue und Oberflächenqualität, sowie physikalischen und chemischen Eigenschaften, die mit denen konventionell hergestellter Bauteile vergleichbar sind oder diese übertreffen.

Additive Manufacturing

Die unter dem Begriff des Rapid Prototyping seit den 1980er Jahren bekannt gewordenen Verfahren sind additive Herstellungsverfahren, die das Werkstück schichtweise aus formlosem oder formneutralem Material unter Nutzung physikalischer und/oder chemischer Effekte aufbauen. Die Umsetzung erfolgt direkt auf der Basis von Daten, die mittels rechnerunterstützter Konstruktion (Computer Aided Design - CAD) erstellt wurden. Heute wird übergreifend der Begriff Additive Manufacturing (AM) verwendet.
Beispiele für AM-Verfahren sind Mikroextrusion, Stereolithografie (STL), Lasersintern und -schmelzen (SLS, SLM), Fused Deposition Modeling (FDM), Laminated Object Modeling (LOM), Multi Jet Modeling (MJM), 3D-Printing-Verfahren (3DP) und Direct Inkjet Printing (DIP).
Gerade in der letzten Dekade haben Additive-Manufacturing-Verfahren eine rasante Entwicklung genommen. Nicht zuletzt durch stetige Weiter- und Neuentwicklungen der additiven Herstellverfahren und der darin einsetzbaren Materialien sind fortwährend neue Anwendungen erschlossen worden. Neben Kunststoffen und Metallen rücken vermehrt auch keramische Werkstoffe in den Fokus.

Die Arbeitsgruppe Additive Fertigungsverfahren am Institut für Gesteinshüttenkunde der RWTH Aachen arbeitet zusammen mit Partnern aus Hochschule und Industrie daran, den additiven Aufbau von keramischen Bauteilen mit guten mechanischen Eigenschaften zu realisieren, optimieren, und den Einsatz dieser neuen Verfahren industriell zu etablieren.

Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppe Additive Fertigungsverfahren liegen in den Bereichen:


Direct Inkjet Printing Selektives Maskensintern


Nähere Informationen entnehmen Sie bitte folgenden Links:
AG Additive Fertigungsverfahren
Direktes Tintenstrahldrucken - Direct Inkjet Printing
Selektives Maskensintern (SMS)
Mikrostrukturierung bioinerter Hochleistungskeramik mittels Direktem Tintenstrahldrucken zur Stimulation von Zelladhäsion und Zelldifferenzierung (MicSurf)


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