Institut für Gesteinshüttenkunde

  Ansicht des Institutsgebäudes Urheberrecht: © GHI

Das Institut für Gesteinshüttenkunde, kurz GHI, beherbergt zwei unabhängig operierende, aber hervorragend vernetzte Lehrstühle unter seinem Dach: den Lehrstuhl für Keramik von Professor Jesus Gonzalez-Julian und den Lehrstuhl für Glas und Glaskeramik von Professor Christian Roos. Das Institut wird wechselseitig von den beiden Lehrstuhlinhabern geleitet. Derzeit liegt die Institutsleitung bei Professor Roos.

Details zu den Lehrgebieten der jeweiligen Lehrstühle sind den entsprechenden individuellen Seiten der Lehrstühle zu entnehmen. Charakteristisch für das Institut ist aber, dass sowohl material- als auch prozesstechnische Fragestellungen das Forschungsportfolio bilden.

Keramiken und Gläser unterscheiden sich zwar in einigen Punkten fundamental; sie zeigen aber auch bedeutende Gemeinsamkeiten. Während der Begriff Keramik tatsächlich eine große Werkstoffgruppe charakterisiert, bezieht sich der Begriff Glas im tieferen, wissenschaftlichen Sinne vielmehr auf einen Aggregatszustand von kondensierter Materie. Beide – nun zusammen als Materialien bezeichnet – sind aber unverzichtbar für innovative Entwicklungen in zum Beispiel der Kommunikationstechnologie, der Medizin, der Energietechnik und der Mobilitätsbranche.

Ebenso gehen Glas und Keramik in vielen Prozessbereichen Hand in Hand miteinander, so zum Beispiel, wenn Feuerfestauskleidungen in Schmelzöfen auf die entsprechenden Glasschmelzen hin angepasst werden. Es können in Kompositen Keramiken und Gläser in strategischer, funktioneller Weise miteinander verknüpft werden und schließlich als Glaskeramik sogar intrinsisch für unterschiedlichste Anwendungen, wie hochfeste, hochtemperaturbeständige oder bioaktive Werkstoffe, hergestellt werden. Und als letzter, wichtiger Aspekt ist anzuführen, dass beide, Keramiken und Gläser, oftmals in energieintensiven Prozessen hergestellt werden müssen und somit gleichen Herausforderungen bzgl. Energieersparnis und CO2-Reduktion begegnen müssen. Am Institut für Gesteinshüttenkunde werden alle möglichen Synergien, die sich aus diesen Gemeinsamkeiten ergeben, in strategischer Weise genutzt.

Die enge Verknüpfung von Praxis und Theorie, die für das gesamte Institut gilt, legt auch die Grundlage für die angebotene Weiterbildung. In der Lehre bietet das Institut mit den beiden Lehrstühlen und drei Professoren in Kooperation mit dem FZJ und DLR eine Vielzahl von Vorlesungen, Übungen, Praktika und Projektarbeiten an. Details hierzu sind unter den Seiten der jeweiligen Lehrstühle zu finden.